{"id":4266,"date":"2014-11-16T06:55:37","date_gmt":"2014-11-16T05:55:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.braintank.ch\/wp\/?p=4266"},"modified":"2014-11-16T06:55:37","modified_gmt":"2014-11-16T05:55:37","slug":"das-wort-zum-sonntag-suffizienz-bewegung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/braintank.ch\/?p=4266","title":{"rendered":"Das Wort zum Sonntag: Suffizienz-Bewegung"},"content":{"rendered":"<blockquote><p><em><strong>Suffizienz<\/strong> (aus dem Lateinischen, \u00fcbersetzt als Gen\u00fcgsamkeit) <strong>Bewegung<\/strong>. Der Grundgedanke der Bewegung beruht auf dem \u00dcberdenken von Lebensformen und Bed\u00fcrfnissen in Richtung st\u00e4rkere Befriedigung von immateriellen Bed\u00fcrfnissen, mehr Zeit und mehr sozialen Beziehungen. Im Gegenzug soll der materielle Konsum reduziert werden. Ziel ist die Optimierung von Lebensqualit\u00e4t und Zufriedenheit.<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Mit Suffizienz ist die Frage aufgeworfen: &#171;Wie viel ist genug?&#187; Im Deutschen ist Suffizienz ein Holperwort und bis heute in der Alltagssprache nicht recht angekommen. In anderen Sprachen wird der Begriff selbstverst\u00e4ndlicher gebraucht, wenn auch eher als Verb \u2013 etwa das franz\u00f6sische<em> \u00c7a suffit! <\/em>\u2013 oder als Adjektiv \u2013 meist negativ wie die englische Aussage, etwas sei <em>not sufficient.<\/em> Was dann nicht gen\u00fcgend bedeutet.<\/p>\n<p>Wer sich von einem \u00abhomo consumens\u00bb zu einem \u00abhomo sufficiens\u00bb entwickelt, der wird sein Leben entr\u00fcmpelt von Produkten (Coffee-to-go), Mobilit\u00e4t (dank Billig Airlines) oder Kommunikationstechnologien (Smartphone), die er nicht zwingend zum Leben ben\u00f6tigt. Oder wie nachfolgende Definition so so sch\u00f6n beschreibt:<\/p>\n<blockquote><p><em>Suffizienz verbindet sich f\u00fcr mich mit Wohlbefinden, Zufriedenheit, einem neuen Wohlstandsverst\u00e4ndnis, mit Mass und Masshalten, mit der \u00dcbereinstimmung von \u00dcberzeugung und Handeln, von Zielen und Mitteln, von der Beziehung zwischen dem, was ben\u00f6tigt und dem, was produziert wird, mit der Bevorzugung des Optimums vor dem Maximum, mit dem Verh\u00e4ltnis von materiellen G\u00fctern und immateriellen Bed\u00fcrfnissen, mit aufgekl\u00e4rtem Eigennutz und mit Solidarit\u00e4t.<\/em><br \/>\n<small>(Linz, M.: \u201cVon nichts zu viel \u2013 Suffizienz geh\u00f6rt zur Zukunftsf\u00e4higkeit&#187;, Wuppertal Institut, Wuppertal, 2002, S.12 f. aus <a href=\"http:\/\/www.hausarbeiten.de\/faecher\/vorschau\/108838.html\" target=\"_blank\">\u201cDas suffizienzorientierte Leben des Individuums&#187;<\/a>)<\/small><\/p><\/blockquote>\n<p>Suffizienz wird uns\u00a0 in den Themenfeldern: Energie, Mobilit\u00e4t, Ern\u00e4hrung und Konsum begegnen. Vor allem wird die Schaffung eines Gleichgewichts zwischen Konsum und Suffizienz notwendig sein. Ein Beispiel: Im <a href=\"https:\/\/www.stadt-zuerich.ch\/content\/dam\/stzh\/gud\/Deutsch\/Umwelt\/2000-Watt-Gesellschaft\/BER_Grundlagen_Suffizienz_2012.pdf\" target=\"_blank\">Suffizienzbericht<\/a> der <a href=\"https:\/\/www.stadt-zuerich.ch\/gud\/de\/index\/umwelt\/2000-watt-gesellschaft\/weg\/Suffizienz.html\" target=\"_blank\">Stadt Z\u00fcrich<\/a> steht unter Ern\u00e4hrungs-Suffizienz: &#171;Einschr\u00e4nkung des Fleischkonsums sowie Kaufen von regionalen und saisonalen Produkten&#187;. Hier haben wir wieder den Ansatz mit dem Verbot. Warum soll ich verzichten, wenn ich nicht muss? So einfach wird die L\u00f6sung nicht sein.<\/p>\n<p>Also viel Spass bei der suffizienten Verwendung von Ressourcen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Suffizienz (aus dem Lateinischen, \u00fcbersetzt als Gen\u00fcgsamkeit) Bewegung. 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