{"id":4431,"date":"2015-04-19T08:52:27","date_gmt":"2015-04-19T06:52:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.braintank.ch\/wp\/?p=4431"},"modified":"2015-04-19T08:52:27","modified_gmt":"2015-04-19T06:52:27","slug":"das-wort-zum-sonntag-hen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/braintank.ch\/?p=4431","title":{"rendered":"Das Wort zum Sonntag: &#171;Hen&#187;"},"content":{"rendered":"<blockquote><p><em><strong>&#171;Hen&#187;<\/strong> (Schwedisch; ein geschlechtsneutrales F\u00fcrwort). Schwedens Sprachh\u00fcter nahmen das W\u00f6rtchen &#171;hen&#187; in ihre Wortliste &#171;Svenska Akademiens ordlista&#187; auf &#8211; neben &#171;han&#187; f\u00fcr &#171;er&#187; und &#171;hon&#187; f\u00fcr &#171;sie&#187;.<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Das neue Pronomen beschreibt eine intersexuelle, transsexuelle oder transgender Person &#8211; also einen Menschen, der genetisch und\/oder anatomisch keinem Geschlecht zugeordnet werden kann oder aber sich nicht zuordnen lassen m\u00f6chte. &#171;Hen&#187; kann aber auch verwendet werden, wenn das Geschlecht egal oder unbekannt ist. Gerade hierf\u00fcr wird es im allgemeinen Sprachgebrauch schon l\u00e4nger benutzt. F\u00fcr die Schwedische Akademie ein Grund, das Wort trotz Protesten in die Liste aufzunehmen. &#171;Manche Menschen sind das nicht gewohnt, aber sie m\u00fcssen es ja nicht benutzen&#187;, so der Chefredakteur der &#171;Svenska Akademiens ordlista&#187;, Sven-G\u00f6ran Malmgren.<\/p>\n<p>In der deutschen Sprache gibt es zwar das grammatisch neutrale Personalpronomen &#171;es&#187;. Das unterscheidet sich aber vom schwedischen &#171;hen&#187;. Denn sowohl Sprachforscher als auch Transsexuelle sehen das &#171;es&#187; nicht als geschlechtsneutral, sondern als s\u00e4chlich an &#8211; also als etwas, das den Menschen zum Objekt machen w\u00fcrde. Und darum passt es nicht. W\u00e4hrend &#171;Hen&#187; im Schwedischen bereits weit verbreitet, tut man sich bei uns noch ein wenig schwer. Der momentane Stand wird <a href=\"https:\/\/annaheger.wordpress.com\/pronomen\/\" target=\"_blank\">hier<\/a> beschrieben: Die Pronomen beziehen sich auf Menschen, aber das Geschlecht wird beim Sprechen nicht festgelegt: das Personalpronomen <strong>xier<\/strong>, das\u00a0Possessivpronomen <strong>xieser<\/strong>, den Artikel und das Relativpronomen <strong>dier<\/strong>.<\/p>\n<p>Ob mir jetzt xier, xieser und dier wirklich gefallen, dar\u00fcber muss ich noch ein wenig nachdenken. Irgendwie h\u00f6rt sich sie, er, xier nicht so sch\u00f6n an, wie hon, han, hen. Aber die deutsche Sprache, war noch nie f\u00fcr ihre Sch\u00f6nheit und ihre Filigranit\u00e4t bekannt. Aber wenn ich daran denke, dass ein viertes Geschlecht, die Sprache nicht einfacher macht, bin ich mal gespannt, wie die Damen, Herren und Transen von Duden dieses Problem angehen wollen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#171;Hen&#187; (Schwedisch; ein geschlechtsneutrales F\u00fcrwort). Schwedens Sprachh\u00fcter nahmen das W\u00f6rtchen &#171;hen&#187; in ihre Wortliste &#171;Svenska Akademiens ordlista&#187; auf &#8211; neben &#171;han&#187; f\u00fcr &#171;er&#187; und &#171;hon&#187; f\u00fcr &#171;sie&#187;. 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