{"id":4965,"date":"2016-09-18T18:16:23","date_gmt":"2016-09-18T16:16:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.braintank.ch\/wp\/?p=4965"},"modified":"2016-09-18T18:16:23","modified_gmt":"2016-09-18T16:16:23","slug":"das-wort-zum-sonntag-zenons-dichotomie-paradoxon","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/braintank.ch\/?p=4965","title":{"rendered":"Das Wort zum Sonntag: Zenon&#8217;s Dichotomie Paradoxon"},"content":{"rendered":"<blockquote><p><em><strong>Dichotomie<\/strong> bedeutet w\u00f6rtlich &#171;Zweigeteilt&#187; aus den griechischen Worten \u03b4\u03b9\u03c7\u03cc\u03c4\u03bf\u03bc\u03bf\u03c2 dich\u00f3tomos und \u03b4\u03af\u03c7\u03b1 d\u00edcha\u00a0 und \u03c4\u03ad\u03bc\u03bd\u03b5\u03b9\u03bd t\u00e9mnein. Sie bezeichnet eine Struktur aus zwei Elementen. Ein <b>Paradox<\/b> (Plural <i>Paradoxa<\/i>; vom griechischen Adjektiv <span lang=\"grc\" xml:lang=\"grc\">\u03c0\u03b1&#187;\u03ac\u03b4\u03bf\u03be\u03bf\u03c2<\/span> <i>par\u00e1doxos<\/i> \u201e bedeutet wider Erwarten oder unerwartet, unglaublich\u201c). Sie wurden von Zenon von Elea altgriechisch \u0396\u03ae\u03bd\u03c9\u03bd geschrieben;\u00a0 er war ein antiker griechischer Philosoph.<br \/>\n<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Dichotomie bezeichnet eine Struktur aus zwei Teilen, die einander gegen\u00fcberstehen und einander erg\u00e4nzen (zum Beispiel ein komplement\u00e4res Begriffspaar), oder eine Aufteilung in zwei solche Teile (zum Beispiel die Aufteilung eines ganzen Bereichs in zwei Teilbereiche).<\/p>\n<p>Die einfachste Form einer Dichotomie w\u00e4re dann wohl Mann und Frau. Das scheint aber nicht zu gelten.<\/p>\n<p>Zeno beschrieb drei Paradoxien der Vielheit, welche in einem Kommentar des byzantinischen Philosophen Simplikios zur Physik Aristoteles\u2019 \u00fcberliefert. Tats\u00e4chlich ist Simplikios, der etwa ein Jahrtausend nach Zenon lebte, die einzige Quelle, welche Zenon ausf\u00fchrlich w\u00f6rtlich zitiert. Dieser bedeutende Vorsokratiker, der wie sein Sch\u00fcler Zenon den Eleaten zugerechnet wird, stellt in einem Lehrgedicht eine uneinheitliche, der Ver\u00e4nderung unterliegende Welt der Wahrnehmung einem unteilbaren, ewigen und unver\u00e4nderlichen Sein gegen\u00fcber. Nach einer verbreiteten, aber nicht unproblematischen Interpretation des schwer zug\u00e4nglichen Lehrgedichtes vertrat Parmenides einen strikten metaphysischen Monismus, nach dem Bewegung und Teilbarkeit lediglich eine Illusion seien.<\/p>\n<p>Das Beispiel, mit dem die Existenz von Bewegung widerlegt werden sollte, lautet wie folgt: Ein L\u00e4ufer will eine Strecke positiver L\u00e4nge zur\u00fccklegen. Dazu muss er zun\u00e4chst die H\u00e4lfte dieser Strecke zur\u00fccklegen. Und um dies zu erreichen, muss er zuerst die H\u00e4lfte der H\u00e4lfte, also ein Viertel der Gesamtl\u00e4nge hinter sich bringen. Mit diesem Verfahren zerteilt man die Strecke in unendlich viele Teilstrecken, deren jeweilige \u00dcberwindung eine positive, endliche Zeit beansprucht. Infolgedessen muss der L\u00e4ufer eine unendlich lange Zeit brauchen, um die Gesamtstrecke zur\u00fcckzulegen.<\/p>\n<p>Wer nun das versteht, der sollte sich auch dem <a href=\"http:\/\/www.braintank.ch\/wp\/?p=4706\" target=\"_blank\">Syllogismus<\/a> zu wenden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dichotomie bedeutet w\u00f6rtlich &#171;Zweigeteilt&#187; aus den griechischen Worten \u03b4\u03b9\u03c7\u03cc\u03c4\u03bf\u03bc\u03bf\u03c2 dich\u00f3tomos und \u03b4\u03af\u03c7\u03b1 d\u00edcha\u00a0 und \u03c4\u03ad\u03bc\u03bd\u03b5\u03b9\u03bd t\u00e9mnein. Sie bezeichnet eine Struktur aus zwei Elementen. Ein Paradox (Plural Paradoxa; vom griechischen Adjektiv \u03c0\u03b1&#187;\u03ac\u03b4\u03bf\u03be\u03bf\u03c2 par\u00e1doxos \u201e bedeutet wider Erwarten oder unerwartet, unglaublich\u201c). Sie wurden von Zenon von Elea altgriechisch \u0396\u03ae\u03bd\u03c9\u03bd geschrieben;\u00a0 er war ein antiker griechischer Philosoph. 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