Buchbesprechung am Freitag

Eigentlich wollte ich ja schon immer meine Rezensionen bei amazon.de unterbringen. Aber ich nehme die Hürde des Eintragens nicht. Also werde ich wohl hier einige Bücher rezensieren. Das macht auch viel mehr Spass.

Letzter Tanz am Tiber. Leda Giallos dritter Fall von Andrea Isari

Kurzbeschreibung:Während Kommissarin Leda Giallo ihren morgendlichen Cappuccino in Marios Bar genießt, wird sie unsanft von einem Anruf gestört: In der Via Volterra wurde ein Mann auf offener Straße erschossen, die tödliche Präzision verweist auf einen Auftragskiller. Erste Spuren führen in die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, wo Roberto Denaro arbeitete und die Bilanzen eines römischen Unternehmensimperiums untersuchte. Oder könnte die Tat mit Denaros verworrenem Privatleben zu tun haben? Ein rätselhafter Fall für die couragierte Leda Giallo, der sie nicht nur ins Schwulenmilieu Roms, sondern auch in die Führungsetage eines Konzerns führt, wo offenbar nicht alles mit rechten Dingen zugeht …

Der dritte Fall von Leda zeigt eine grosse Entwicklung. Leda emanzipiert sich weiter und wird zu einer fein beschriebenen Figur, die mit grosser Leichtigkeit die Welt von Rom zeigt. Am Besten hat mir ja der zweite Fall gefallen, weil Leda sich dort durch die Unwegbarkeiten des Lebens quält. Davon ist in diesem Band nichts mehr zu spüren. Der Fall wird schnell und in Einklang mit dem realen Italien unter Herrn Berlusconi beschrieben. Die Welt ist böse, aber die Show muss weiter gehen. Und das tut sie auch. Die Ermittlungen sind gut nachvollziehbar und das Gewirr entwirrt sich im dritten Fall schneller als im Ersten oder Zweiten. Und doch ist es ein Buch, dass man im Frühling mit vielen schönen Gefühlen und Gedanken an Rom lesen wird.